30. Okt.- 01. Nov. 2026, 20. Tagung der FG Geschichte der Astronomie in
Kassel
Programm als PDF
Die Adresse
lautet:
Hessisches Landesmuseum
Historischer Hörsaal
Brüder-Grimm-Platz 5
34117 Kassel
Die Tagung findet unter dem
Leitthema „Frauen in der Astronomie“
im Historischen Hörsaal und im
Museumsbereich im Waffensaal (2.OG.) statt. Im Focus steht auch der Erhalt der Ausstellung des
Astrophysikalischen Kabinetts in Kassel. Deshalb sind wir nach 2008 nun zum
zweiten Male hier. Einige erinnern sich noch gern an die 5. Tagung. Das Kasseler Wochenende wartet auf mit Ausstellungen,
Posterpräsentation, Wissensvermittlung, Vorträgen und Führungen. Eingeladen
sind alle Mitglieder der Vereinigung der Sternfreunde e.V., die Mitglieder der
Fachgruppe Geschichte der Astronomie und alle astronomisch
Interessierten aus der Region herzlich willkommen. In diesem Jahr wollen wir die Ausstellungsdauer für den fachlichen Austausch und für Gespräche am Freitag
verlängern und am 30.10.2026 bereits 14 Uhr beginnen. Die Exponate müssen
deshalb bereits bis 13:45 angeliefert und fertig aufgestellt sein.
Freitag, 30.10.
10:00 Uhr Exklusiv: Besichtigung Exponate des APK im Depot und in
der Werkstatt
Treffpunkt Bunsenstr.
71, 09:50 Uhr nur mit Anmeldung bei
fg-geschichte@sternfreunde.de
16:00 Uhr Anmeldung für den Einführungsvortrag im Foyer des Museums
Eintritt
5,-€, ermäßigt: 2,50€, Kasse geöffnet bis 16:45 Uhr (s.
Tagungsbeitrag/Eintritt)
17:00 Uhr
Begrüßung im Historischen Hörsaal
17:10 Uhr Einführungsvortrag
Frau Prof. em.
Dr. Gudrun Wolfschmidt
"Per aspera ad astra" - Frauen in der Astronomie
Mit anschließender Fragerunde und Besprechung.
Danach 19 Uhr Abendessen im Restaurant
Lohmann für die Tagungsteilnehmer. Selbstzahler. Bitte beim Einlaß anmelden.
Sonnabend, 31.10.
08:20 Uhr Öffnung Tagungsbüro, Kasse im Foyer, Einlaß
09:20 Uhr bis 17:45 Uhr Vortragsprogramm im historischen Hörsaal
Dr. Karsten Gaulke: Den Himmel in Ordnung bringen.
Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel und die Astronomie
Ralf Gerstheimer: Über das Kasseler Luftfernrohr und die Oberneustädter Sternwarte (Kurzvortrag)
10:30 Kurze Pause
Petra Mayer: Waltraut Seitter
Die erste Frau, die in Deutschland einen Lehrstuhl für Astronomie innehatte
Ulrich Sperberg: Dorothea Klumpke-Roberts und die Leoniden 1899. Beobachtung von Meteoren aus Ballons
Leonie Ferrara: Halleys Komet 1066 n.Chr.
Ein Komet schreibt Geschichte (Online)
12:30 Uhr Mittags- Pause: Poster/ Gespräche/ Besichtigung der Exponate
im Waffensaal (2.OG)
Steffen Stolle: Warum feiern wir am 25. Dezember Weihnachten?
Barbara Kupka: Belegt die Himmelsscheibe von Nebra das Wissen um die Grundzüge der Himmelsmechanik?
Kaffee-Pause
Poster/ Gespräche/ Besichtigung der Exponate im Waffensaal (2.OG.)
Arthur Battenberg: Frauen in der – vorschulischen – Astronomie
Dr. Peter Schimkat: Orte der Astronomie um 1800: Kassel, Göttingen, Hannover
Danach 19 Uhr Abendessen im Restaurant Eckstein für die Tagungsteilnehmer
. Selbstzahler. Bitte beim Einlaß anmelden.
Am Sonntag, 01.11.
klingt die Tagung entspannt aus:
10:30 Uhr
Wissenschaftsprogramm im Planetarium
Wilfried Dreher: "GALAXIEN - eine Reise durch die Ewigkeit."
Exklusiv: Mit einem Blick hinter die Kulissen. Navi-Adresse für Fußgänger:
Auedamm 20B, Eintritt 8,-€, Gruppe ab 20 Pers.: 5,-€
14:00 Uhr Mit Carola
und Kurt Bangert besichtigen wir den UNESCO Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe
16:00 Uhr Verabschiedung
Vereine und Ausstellungen:
Sammlung und Forschung zum Astronomisch-Physikalisches-Kabinett
Das Astronomisch-Physikalische Kabinett von Hessen Kassel Heritage (HKH) zählt weltweit zu den bedeutendsten Sammlungen historischer wissenschaftlicher Instrumente und Uhren. Sein Grundstock entstand unter Landgraf Wilhelm IV.
von Hessen-Kassel mit astronomischen Messgeräten, Planetenuhren und
mechanischen Himmelsgloben. Mitarbeiter der Sternwarte, wie Uhrmacher
und Mathematiker Jost Bürgi und der Astronom Christoph Rothmann machten Kassel zu einem frühen Zentrum des copernicanischen Weltbilds. Landgraf Carl erweiterte die Sammlung für das Collegium Carolinum und berief den Dampfmaschinenpionier Denis Papin, während Friedrich II. die astronomischen Bestände weiter ausbaute. 1962 kamen Instrumente und Präzisionspendeluhren der Hamburger Sternwarte Bergedorf hinzu. Wegen der Sanierung der Orangerie ist die Dauerausstellung derzeit geschlossen. Teile der Sammlung werden im Hessischen Landesmuseum gezeigt.
Der Großteil der Exponate befindet sich im Depot bzw. in der Werkstatt des HKH
und ist nur nach Anmeldung im Rahmen von Fach-Sonderführungen zugänglich.
Astronomischer Arbeitskreis Kassel e.V.
Der Astronomische Arbeitskreis Kassel e.V. (AAK) existiert seit 1972 und hat zur Zeit ca. 120 Mitglieder.
Die Aktivitäten des Vereins erstrecken sich auf zwei Gebieten:
Angebote für Mitglieder: Im AAK treffen sich astronomisch oder naturwissenschaftlich interessierte Menschen bei regelmäßigen Vereinstreffen im Schülerforschungszentrum Kassel. Amateurastronomen bieten sich gute Beobachtungsmöglichkeiten in der Sternwarte Kassel. Der AAK organisiert darüber hinaus Vorträge, Studienfahrten und Exkursionen.
Angebote für die Öffentlichkeit: Der AAK leistet in Kassel Volks- und Jugendbildungsarbeit in Form seiner Vorträge, Kurse, Ausstellungen und Informationsangebote an die Presse. Die Sternwarte in Kassel bietet als Sternwarte regelmäßig Führungen zum Sternenhimmel an.
Astronomisch-Physikalischer Freundeskreis
Eine Plattform für Kassels Astronomie:
Der Freundeskreis des
Astronomisch-Physikalischen Kabinetts (APK) ist ein informeller
Unterstützerkreis für alle, denen die Zukunft dieser international bedeutenden
Sammlung wissenschaftlicher Instrumente am Herzen liegt. Seit 2021 ist das APK
in der Kasseler Orangerie geschlossen. In seinen Räumen befanden sich
weltberühmte astronomische Instrumente und Uhren aus dem 16. Jahrhundert —
darunter der älteste erhaltene Quadrant für astronomische Messungen und die
älteste sekundengenau gehende Uhr der Welt. Wir halten das Bewusstsein für
diese einzigartigen Schätze wach und drängen auf eine baldige, würdige
Wiedereröffnung. Der Freundeskreis ist kein Förderverein, sondern ein offenes
Netzwerk aus Wissenschaftlern, Kasseler Bürgerinnen und Bürgern sowie
Interessierten aus aller Welt — verbunden durch die Überzeugung, dass diese
Sammlung wieder zugänglich sein muss.
Hinweise für Besucher, Teilnehmer, Aussteller, Referentinnen und Referenten
Der Zugang zum historischen Hörsaal ist nicht Barierefrei. Wir sorgen für
Unterstützungsmöglichkeiten. Bitte rechtzeitig erfragen.
Die
Anlieferungen von Exponaten sollte bereits bis Freitag Vormittag erfolgen und
deren Aufstellung bis ca. 13:45 Uhr abgeschlossen sein. Die Details werden
noch mit Dr. Karsten Gaulke (HKH) und dem Orga-Team abgestimmt. Die
Ausstellung der Fachgruppe ist am Freitag von 14:00 bis 16:30 Uhr und am Sa.
in den Pausen für die Teilnehmer geöffnet, auch für alle Besucher des Museums
ab Freitag. Dies erfordert eine Betreuung der Exponate, die mit freiwilligen
Helfern und den unterstützenden Vereinen organisiert wird. Die Teilnehmer
haben am Sa in den Pausen ebenfalls die Möglichkeit die Ausstellung zu
besuchen.
Jeder der etwas zur Astronomiegeschichte beitragen möchte,
ist bei uns gern gesehen, von der Professorin bis zum Hobby-Archäologen.
Poster und Exponate können bis zum 23. Oktober 2026 angemeldet werden. Da
Poster durch die jeweiligen Referentinnen und Referenten selbst vorgestellt
werden, ist eine astronomische Kurzvita, ein Foto der Referentin/ des
Referenten (gern auch ein Schnappschuß), ein Bild zum Thema und max. 1/4 Seite
als Kurzfassung des Themas willkommen. Die Poster und Vorträge werden in den
Tagungsleitfaden aufgenommen, wenn sie bis 23.10.2026 eingereicht wurden.
Tagungsbeitrag/ Eintritt
Der pauschale Tagungsbeitrag in Höhe von 40,- € p.P. für die Teilnahme von Freitag bis Sonntag ist in bar
am Einlaß zu entrichten.
Der Beitrag enthält das Catering, die
Organisation und den Tagungs-Leitfaden. Der Eintritt für Gäste, die nur am
Einführungsvortrag teilnehmen, beträgt 5,-€, ermäßigt: 2,50 €. Im Eintritt ist
ein kleines Freigetränk enthalten. Ein evtl. Mehrerlös wird den
unterstützenden Vereinen zur Förderung der astronomischen Volksbildung
gespendet. Personenzahl ggf. begrenzt. Bitte rechtzeitig anmelden.
Die
Kasse der Fachgruppe Geschichte der Astronomie befindet sich im Foyer des
Hessischen Landesmuseums und hat am Freitag, 30.10. von 16 Uhr bis 16:45 Uhr
sowie am Sa., 31.10. von 08:20 bis 09:20 Uhr geöffnet.
Stand: 30.09.2026. Änderungen vorbehalten.
Bitte vormerken:
2027 Würzburger Frühjahrstagung der VdS
https://sternfreunde.de/event/wuerzburger-fruehjahrstagung-2027
Rückblick: Nachlese zur 19. Tagung der Fachgruppe in Mannheim, 2025
Programm als PDF
„Die Geschichte
der Astronomie in der Kurpfalz.“
Liebe Referentinnen und Referenten,
Liebe Organisatoren, Unterstützer, Teilnehmer*innen und
neue Mitglieder der Fachgruppe,
Ein ganz großes und herzliches Dankschön für
Euren/Ihren Beitrag zu einer gelungenen 19. Tagung der FG Geschichte der
Astronomie!
Ein ausführlicher Bericht von Petra Mayer und mir
folgt im VdS-Journal Nr. 98. Bitte stellt unserer Fachgruppe Eure/Ihre vielen
Fotos in geeigneter Form und Qualität zur Verfügung. Schreibt bitte dazu,
welche für das Journal und welche für die Internetseite oder das VdS-Forum
bzw. einen Bericht verwendet werden dürfen. Titel und Bild-Autor wird
selbstverständlich genannt.
Wir alle sind uns einig: es war eine sehr
schöne Tagung. Im Gesamtergebnis landen wir im feedback bei einem "gut" bis
"sehr gut."
Selbstredend, dass das Zeitmanagement der Vorträge vom Sa.
dringend verbessert werden muss und man nicht frieren sollte.
Es war
uns allen eine sehr große Ehre und Freude, dass Prof. em. Dr. Dietrich Lemke
vom MPIA Heidelberg uns sein umfangreiches Wissen aus 5 Jahrhunderten Kurpfalz
und 5 Jahrzehnten MPIA in der bestmöglichen Kurzform präsentiert hat.
Ohne
Zweifel – war es der beste Vortrag der Fachtagung – mit den großen
Meilensteinen der Geschichte der Astronomie in der Kurpfalz. Ich war
verblüfft, wie viele wichtige, greifbare Ergebnisse die Forschung der
Fachleute aus Heidelberg für die weltraumgebundene Astronomie und Forschung
gebracht hat.

Fragerunde mit Prof. em. Dr. Dietrich Lemke
(Foto: Thomas Frey)